Jacqueline Harpman

Ich, die ich Männer nicht kannte

Ich, die ich Männer nicht kannte

Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Das Mädchen, das nichts als das Gefängnis kannte, wagt den ersten Schritt. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draussen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.

Das erwartet Sie:
💭✨🌍

Perfekt für:
Einen Abend, an dem man sich komplett auf eine sehr andere (und eher düstere) Realität einlassen kann. Für maximalen Effekt in Ruhe und idealerweise komplett alleine lesen.

Erster Satz:
«Seit ich nicht mehr nach draussen gehe, verbringe ich viel Zeit damit, in einem der Sessel zu sitzen und die Bücher noch einmal zu lesen.»

Empfohlen von
Marlen L. PBZ Oerlikon

Was bleibt:
Die Atmosphäre, die Jacqueline Harpman in diesem Roman kreieren konnte, lässt sich schwer in Worte fassen und sollte am besten selbst erlebt werden. Es gibt nicht viele Romane, die mich so in ihre Welt ziehen konnten, wie diese feministische Dystopie mit kafkaesken Elementen und der jungen Ich-Erzählerin, die mit minimalem Werkzeug versucht, sich und die Welt um sie herum zu verstehen. Und die eine Frage, die immer wieder aufkommt und mich konstant zum Nachdenken angeregt hat: Wie navigiert jemand eine zerstörte Welt, wenn sie sie vor der Zerstörung gar nicht kannte?

Vorhanden in:
PBZ Altstadt, Affoltern, Altstetten, Aussersihl, Hardau, Höngg, Oerlikon, Riesbach, Schütze, Schwamendingen, Sihlcity, Witikon und als E-Book in unserer digitalen Bibliothek

Jacqueline Harpman: Ich, die ich Männer nicht kannte. Klett-Cotta, 2026.