Wenn Bücher aus Bibliotheken und Schulen entfernt werden, betrifft das weit mehr als einzelne Titel. Es geht um die Frage, welche Geschichten erzählt werden dürfen, welche Perspektiven sichtbar bleiben und wer Zugang zu welchen Informationen erhält. Besonders in den USA ist die Zahl der «Book Bans» in den letzten Jahren stark gestiegen. Bücher werden unter anderem wegen ihrer Auseinandersetzung mit Rassismus, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Religion oder gesellschaftlichen Konflikten angefochten oder aus Regalen entfernt. Diese Entwicklung ist besorgniserregend. Bibliotheken sollen Menschen den Zugang zu unterschiedlichen Meinungen, Erfahrungen und Lebensrealitäten ermöglichen.
Die folgende Auswahl zeigt einige bekannte Beispiele von «Banned Books» in den USA und dürfte Sie überraschen. Denn betroffen sind nicht nur politische Schriften oder kontroverse Sachbücher, sondern auch Kinderbücher, Jugendromane und literarische Klassiker, die heute als selbstverständlicher Teil unseres kulturellen Erbes gelten. Die Liste macht deutlich, dass der freie Zugang zu Literatur und Informationen keine Selbstverständlichkeit ist.
- Die Tribute von Panem (The Hunger Games) von Suzanne Collins
- Der Report der Magd (The Handmaid's Tale) von Margaret Atwood
- Farm der Tiere (Animal Farm) von George Orwell
- Das Tagebuch von Anne Frank
- Der Zauberer von Oz von Lyman Frank Baum
- Wo ist Walter von Martin Handford
- Tim in Amerika (Tintin en Amérique) von Hergé
- Die Abenteuer des Tom Sawyer von Mark Twain
- Wo die wilden Kerle wohnen von Maurice Sendak
- Pu der Bär (Winnie-the-Pooh) von Alan Alexander Milne
- Drachenläufer (The Kite Runner) von Khaled Hosseini
- Fahrenheit 451 von Ray Bradbury
Möchten Sie mehr über verbotene Bücher erfahren? Dann besuchen Sie zwischen dem 14. und 19. September die Veranstaltungen im Rahmen der Demokratiewoche im Rathaus Zürich. Wir sind mit einer Pop-Up-Bibliothek mit verbotenen Büchern vor Ort.