Was man sät

Der Medientipp von Pia Siegrist, Bibliotheksmitarbeiterin PBZ Altstadt

Die Niederländerin Marieke Lucas Rijneveld beschreibt in ihrem autobiographisch inspirierten Debütroman «Was man sät» eine Familie, in der die Einsamkeit um sich greift. Als der älteste Sohn bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, verfallen die streng gläubigen Eltern in eine alles lähmende Trauer. Die Mutter isst nichts mehr, der Vater widmet sich seinen Kühen, die er später an die Maul- und Klauenseuche verlieren wird. Die verbleibenden drei Kinder sind auf sich allein gestellt; ihre Spiele und Rituale nehmen immer stärker verstörende Züge an. 

Unter Wasser

 
Die Familientragödie ist aus der Sicht der zwölfjährigen Jas erzählt; die starken Bilder des Romans sind geprägt von ihrem Blick zwischen Kindheit und Erwachsenwerden. Die Sprache, poetisch und herausfordernd, hat die Kraft dem Leser die Kehle zuzuschnüren.

  • «Was man sät» von Marieke Lucas Rijneveld

  • Suhrkamp Verlag, 2019

  • «Was man sät» ist in den PBZ-Bibliotheken Altstadt, Affoltern und Oerlikon vorhanden

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