Nacht in Caracas

Medientipp von Anouk Kaufmann, Bibliothekarin PBZ Aussersihl

Wie geht es zurzeit in Venezuela zu und her? Der Roman von Karina Sainz Borgo beschreibt ein Land, dass dem Untergang geweiht ist, das in Terror und Tod versinkt.

Die Geschichte der Ich-Erzählerin Adelaida beginnt mit der Beschreibung vom Tod ihrer Mutter, genauer, der Beisetzung. Schon auf dem Friedhof ist klar: Gräber werden geplündert und die Toten ihrer letzten Ruhe beraubt. Banden im Namen der Regierung, «Herederos de la Lucha Armada», belagern die Strassen, nisten sich in leere Wohnungen ein oder vertreiben die Anwohner. So auch die Wohnung von Adelaida.

Als sie gewahr wird, dass ihre Wohnung besetzt ist, kann sie in die Wohnung ihrer toten Nachbarin flüchten. In Angst und Schrecken versetzt muss sie sich einen Plan zur Flucht zurechtlegen. Wird es ihr gelingen die Wohnung, die Stadt, das Land Richtung Europa zu verlassen?

Zwischen den alptraumhaften Beschreibungen befinden sich auch solche über das Venezuela der Vergangenheit und man ist erschüttert, dass sich ein Land so schnell so stark verändern kann.

-       «Nacht in Caracas» von Karina Sainz Borgo

-       S. Fischer Verlag, 2019

-       «Nacht in Caracas» ist in der Onleihe vorhanden

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