Das Vermächtnis unsrer Väter

Der Medientipp von Alice Schroeder, Bibliothekarin PBZ Altstadt

Auf der kleinen Hebrideninsel Litta geschieht ein unfassbares Familiendrama: John erschiesst seine Frau, zwei seiner drei Kinder und schliesslich sich selbst. Der überlebende, stark traumatisierte Sohn Tommy wohnt zunächst bei seinem Onkel und verlässt die Insel einige Jahre später, um bei Verwandten auf dem Festland zu leben.

Nach mehr als 20 Jahren steht der erwachsene Tommy plötzlich unangekündigt von der Tür seines Onkels auf Litta und bezieht sein altes Kinderzimmer. Seine Anwesenheit auf der Insel rührt alte Erinnerungen auf, nicht nur bei den Inselbewohnern, sondern auch bei ihm selbst.

Die Nachkommende

Wir erleben die langsame Annäherung von Tommy und seinem Onkel, beides verschlossene, wortkarge Männer, die mit ihren Schuldgefühlen und Erinnerungen kämpfen. Wir sehen das Misstrauen der Nachbaren, die befürchten, dass ihre teilweise unrühmliche Rolle in dem Drama doch noch ans Licht kommt. Die Erinnerungen aller Betroffenen ergeben im Lauf der Erzählung ein Bild der Ereignisse, die in der Ermordung einer ganzen Familie gipfelten.

Die Geschichte wird in einem ruhigen, unaufgeregten Ton erzählt der uns ein schönes Stimmungsbild vom Leben auf einer kleinen schottischen Insel vermittelt. Am Ende werden wir mit einem positiven Gefühl aus der Erzählung entlassen.

  • «Das Vermächtnis unsrer Väter» von Rebecca Wait

  • Kein & Aber, 2019

  • «Das Vermächtnis unsrer Väter» ist in den PBZ-Bibliotheken Hardau, Oerlikon und Schütze vorhanden.

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