Miteinander Lesen – Shared Reading in der PBZ

Ein gemeinsames Projekt der PBZ mit Bibliosuisse und Literarische Unternehmungen.

Die PBZ eröffnet das Pilotprojekt unter dem Titel «Miteinander Lesen – Shared Reading» am 24. September 2018. Im Fokus der ersten Staffel, welche von September bis Dezember 2018 angesetzt ist, steht die innovative und gesellschaftlich relevante Form der Literaturvermittlung. Zusammen mit «Literarische Unternehmungen» möchte die PBZ einen Beitrag zum Miteinander leisten und die Entstehung einer Community fördern.

Termine

Alle Veranstaltungen finden in der PBZ Altstadt statt.

Do, 10.01., 16:00–17:30 Uhr
Do, 17.01., 16:00–17:30 Uhr
Do, 24.01., 16:00–17:30 Uhr
Do, 31.01., 16:00–17:30 Uhr
Do, 07.02., 16:00–17:30 Uhr
Do, 14.02., 16:00–17:30 Uhr
Do, 21.02., 16:00–17:30 Uhr
Do, 28.02., 16:00–17:30 Uhr
Do, 07.03., 16:00–17:30 Uhr

Teilnahme

Die Gruppe steht allen Interessierten offen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Das Angebot «Miteinander lesen» ist kostenlos.

Wo liegt der Ursprung von Shared Reading?

Shared Reading wurde vor mehr als 15 Jahren in Liverpool von Gründungsdirektorin Jane Davis (The Reader) erdacht und entwickelt, um Menschen den Zugang zu Literatur zu ermöglichen. Heute erleben in England jede Woche mehr als 15'000 Menschen in über 400 Gruppen die wohltuende Wirkung von Shared Reading. 

Was ist Shared Reading?

Die Idee ist so bestechend wie scheinbar einfach: Gemeinsames kreatives Lesen ausgewählter Geschichten und Gedichte in einer kleinen Gruppe (maximal 15 Personen). Eine ausgebildete Leseleiterin oder ein Leseleiter sucht den Text aus und leitet die Gruppe. Im emotionalen wie intellektuellen Erleben von Literatur können das eigene Leben, das eigene Verhalten und die eigenen Gefühle mit dem Erzählten in Verbindung gebracht werden. Zugleich findet ein integrierender Austausch mit den anderen Teilnehmern statt: Die vorgelesene Geschichte und das Gespräch werden von allen als geteilte Erfahrung wahrgenommen, zu der keine Eigeninitiative notwendig ist: Wer zuhört, gehört bereits dazu! Shared Reading ist weder Therapie oder Medizin noch Buchclub oder ambitionierter Literaturkreis, sondern eine Methode, in einer Atmosphäre unangestrengter Offenheit die wohltuende Entfaltung der Literatur, von Texten und Wörtern, zu fördern.

Lesen wirkt!

Shared Reading hat wissenschaftlich nachgewiesene Effekte auf das persönliche Wohlbefinden, die Lebenszufriedenheit, die Affektbalance und die Kommunikationsfähigkeit. Es fördert die soziale Interaktion und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Shared Reading und seine Wirkung werden kontinuierlich durch das Interdisziplinäre Centre for research into Reading, Literature and Society (CRILS) an der Universität Liverpool wissenschaftlich begleitet und erforscht.

«Literarische Unternehmungen, Berlin» etabliert die Shared-Reading-Methode als exklusiver Partner von «The Reader» in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für Gründer und Sozialunternehmer Carsten Sommerfeldt ist das Konzept in Deutschland bereits aufgegangen: Hier ist in nur knapp drei Jahren eine stetig wachsende Shared-Reading-Community in vielfältigen Umgebungen entstanden. Auch in unseren Bibliotheken ist Platz für alle Formen des Literarischen, für das Miteinander-Lesen und den Dialog. Den Auftakt der kreativen Literaturvermittlung in der Schweiz bildet ein Pilotprojekt, das im September gleichzeitig in der PBZ, den Stadtbibliotheken Luzern und Chur, der Bibliothek Zug und den Kornhausbibliotheken Bern startet.

Partner und Förderung

Bibliosuisse bietet den fünf ausgewählten Bibliotheken die komplette Betreuung der Pilotphase durch Literarische Unternehmungen. Ausserdem werden jeweils zwei Mitarbeitende pro Bibliothek zu Moderatoren ausgebildet, um die Nachhaltigkeit des Projekts sicherzustellen.

Shared Reading für die öffentlichen Bibliotheken der Schweiz wird ermöglicht durch das Förderkonzept Leseförderung des Bundesamts für Kultur (BAK), Förderperiode 2018/2019. 

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