Ma

Der Medientipp von Hind Chibane, Bilbliothekarin PBZ Hardau

Ma («Meine Mutter» in der westafrikanischen Sprache Bambara), zweiter Roman der französisch-malischen Schriftstellerin Aya Cissoko, ist eine Hommage an ihre Mutter, die in einem malischen Dorf geboren wurde und in den 1970er Jahren mit ihrem Mann nach Frankreich gezogen ist. Einem Mann, den sie heiraten musste, wie es von der Tradition gefordert wird. Sie ist eine mutige Mutter, die so viel Unglück durchgemacht hat, dass sie stark und fordernd gegenüber ihren Kindern und besonders ihrer Tochter Aya ist.

Ma

Aya ihrerseits emanzipiert sich, sie will nicht sein, was ihr Geschlecht oder ihre Herkunft von ihr verlangt. Sie lehnt es ab, sich, wie ihre Mutter, den Forderungen des Clans zu beugen. Wir erleben einen Identitätskampf: die Mutter, Malierin und Afrikanerin und die Tochter, Französin. Aya wird erst als ihre Mutter gestorben ist verstehen, dass sie auch emanzipiert war, dass sie auf ihre Art eine freie Frau war...

Aya Cissoko, Tochter malischer Immigranten, war Weltmeisterin im Amateurboxen. Nach dem Studium an der Science-Po veröffentlichte sie 2011 ihre Autobiografie "Danbé" («Würde» in Bambara), die verfilmt wurde.

  • «Ma» von Aya Cissoko
  • Das Wunderhorn, 2017
  • Das Buch «Ma» ist in den PBZ Bibliotheken Altstadt, Aussersihl und Hardau vorhanden. In Hardau auch in französischer Sprache.

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